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Datum:23.11.14
Titel:

Salafisten in Linden: keine Religionsfreiheit im Gottesstaat

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Details:Lesetipp: Spezial: Salafisten in Linden mit allen Artikeln zum Thema inkl. Highlight: Diskurs mit Salafisten in Linden.
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Vorbemerkung
Die Frage nach dem Islamischen Staat ist für die Salafisten eine „Killerfrage“. Sie scheuen die Beantwortung wie der „Teufel das Weihwasser“. In diesem Fall brachen Sie den Diskurs einfach schroff ab.
Die Erklärung dafür erscheint inzwischen ganz einfach. Sie wollen ihre Nähe zu den Vorstellungen des Islamischen Staates gerne verdeckt halten und gerade nicht öffentlich werden lassen.
Sie geben sich auf ihrer Internetseite und auch im (missionierenden) Gespräch sehr freundlich und den Personen zugewandt. Sie sind „gute“ Missionare.
Doch inzwischen hat die Spurensuche Erschreckendes ergeben. Davon berichten wir im Folgenden.

Das Doppelspiel: Religionsfreiheit
Auf der einen Seite geben die Salafisten sich demokratisch empört:
Zitat: "Dabei sprach er uns die Dialogbereitschaft, sowie die Toleranz anderen Religionen gegenüber ab. Er unterstellte uns sogar, dass wir die Religionsfreiheit ablehnen würden. Obwohl wir diese hetzerischen Lügen bereits gestern aufdeckten."
Nachzulesen auf ihrer Internetseite hier.
Doch nun ist die Katze aus dem Sack.
Auf Ihrer Homepage ist inzwischen ein Video (Version v. 28.10.2014) zur Scharia veröffentlicht, das Klartext spricht.
In der Einführung heißt es dort sogar:"Was der Westen über die Scharia wissen sollte...“. Dieser freundlichen Aufforderung ist der Autor gerne nachgekommen.

Religionswechsel weg vom Islam verboten
Ab der 39:19 Minute heißt es:
"Der größte Schaden in einem Islamischen Staat ist es, wenn jemand seine (islamische) Religion wechselt. Deswegen gibt es auch Strafen dafür." Und weiter: Man sei Muslim auf Lebenszeit, weil man einen unkündbaren Vertrag mit seinem Schöpfer eingegangen sei.
Anmerkung: Nicht nur beim Islamischen Staat, sondern auch in den meisten islamischen Ländern wird die Abkehr vom Islam hart bestraft bis hin zur Todesstrafe.
Im Freizeitheim Linden befürwortete ein Salafist bereits 2011 auf einer Veranstaltung die Todesstrafe bei Abfall vom Glauben.

Bibel verteilen verboten!
Ab der 42. Minute heißt es im Video:
Es ist nicht gestattet in einem islamischen Staat eine andere Religion zu verbreiten.“ Und weiter: Es hieße Äpfel mit Birnen zu vergleichen, dass Koranverteilen in Deutschland doch dasselbe sei wie Bibel verteilen in Saudi-Arabien. Aber das seien zwei verschiedene Sachen. Als Islamischer Staat möchte man natürlich Schaden von der Bevölkerung vermeiden.

Demokratie
42:30 Minute:
"Auch in einem Land wie Deutschland ist es mir nicht erlaubt eine andere Ideologie zu propagieren."
Diese Äußerung des Referenten ist falsch. Er selbst und seine Glaubensbrüder machen ständig von ihrem Recht auf verfassungsfeindliche Propaganda nahezu unbehelligt gebrauch.
Es zeichnet gerade die Demokratie aus, dass sie gegen das Sytem gerichtete Propaganda ausdrücklich zuläßt. Das trifft nicht nur auf den religiösen Fundamentalismus zu, sondern auch auf den Kommunismus, Anarchismus, etc..
Die Grenzen werden dort gezogen, wo eine reale Bedrohung für die Demokratie anfängt. Dann kann es um des Schutzes der Freiheit willen Verbote hageln gegen die, die die Freiheit abschaffen wollen. Die Demokratie ist nämlich die einzige Gesellschaftsform, die die individuellen Freiheitsrechte umfassend garantiert.
Eine Ausnahme ist in Deutschland, aber nicht in anderen Demokratien, der Nationalsozialismus, bei dem selbst allein aufgrund unserer Geschichte die Propaganda verboten ist.

Von der Homepage der Salafisten in Linden: Hier auszugsweise (39:19 bis 43:50) das Video vom Konvertiten Marcel Krass


Wer, wie der Islamische Staat oder Saudi-Arabien, die Religionsfreiheit nicht zuläßt hält natürlich auch nichts von den übrigen demokratischen Rechten. Diese bekämpfen sie "bis auf das Messer", wenn sie das Sagen haben.
Zitat aus einer frühreren Antwort des Autors an Dennis Rathkamp, Vorsitzender des Vereins „Der Schlüssel zum Paradies“:
„Sie berichten, dass Ihnen die Konten gesperrt und ein Raum nicht an Sie vermietet wurde.
Was erwarten Sie denn eigentlich? Warum sollten Ihnen andere „den Strick verkaufen, an dem diese dann aufgehängt werden"? Das Zitat stammt übrigens so ähnlich vom Kommunisten Lenin. Auch hier wieder eine irgendwie frappierende Ähnlichkeit mit anderen Fundamentalisten.“

Andere Sichtweisen sind willkommen.

23.11.2014
Klaus Öllerer

Anmerkung:
Wer mehr zu Demokratie und Islam wissen möchte kann hier lesen.
Insbesondere "Der lange Weg in die Demokratie - Über die Integration von Religionen - früher das Christentum und heute der Islam" sei hier empfohlen.

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